Bertolt Brecht und die Schweiz

Werner Wüthrich: Bertold Brecht und die Schweiz

Werner Wüthrich, Schriftsteller und Theaterautor, gibt in seiner umfangreichen Monographie einen Überblick über die Bezüge Brechts und seines Werkes zur Schweiz. Er berichtet von neuen Funden und Entdeckungen, die fraglos in die Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts eingehen werden.

Wo immer der Stückeschreiber aus Deutschland hinkam, war er unbequem und hat polarisiert. Das Verhältnis Brechts zum Exilland Schweiz erinnert an den sprichwörtlichen Elefanten im Porzellanladen. Die offizielle Schweiz fürchtete sich vor dem

unbequemen Mann, was hier zum ersten Mal genauer erforscht und dokumentiert wird.

Die Untersuchung zeigt einige handfeste Theaterskandale auf, aber auch den weiten Weg vom Skandalautor und Ärgernis zum modernen Klassiker. Trotz polizeilicher Überwachung, trotz mehrerer Boykotte und Skandale kann kein anderes Land so viele und so wichtige Brecht-Uraufführungen verzeichnen wie die Schweiz.

Brecht und die Schweiz – das ist eine der spannendsten Etappen der neueren Theatergeschichte, mit vielen Missverständnissen und überraschenden Wendungen. Eines scheint unbestreitbar: Bertolt Brecht bescherte der Schweiz, ihren Theatern, ihren Verlagen und ihren Kulturen wesentliche Impulse und Höhepunkte.

Bibliographische Angaben

Werner Wüthrich: Bertolt Brecht und die Schweiz. Theatrum Helveticum 10. Chronos Verlag, Zürich 2003, 700 Seiten, unter Mitarb. v. Stefan Hulfeld.

Verfügbarkeit

Chronos Verlag, Zürich, CHF 68
ISBN 3-0340-0564-4