Institut für Theaterwissenschaft

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Dr. Laurette Burgholzer

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Institut für Theaterwissenschaft
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Laurette Burgholzer hat 2017 an der Universität Wien promoviert, ihre Doktorarbeit trägt den Titel „Masken der A/Moderne. Phantasmen und Experimente der Retheatralisierung bei Farina (1883-1943), Charles Dullin (1885-1949) und Jacques Copeau (1879-1949)“. Sie hat in Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Politikwissenschaft studiert, und 2011 das Diplomstudium mit einer Arbeit zu René Pollesch abgeschlossen. 2009 bis 2011 war sie Studienassistentin, 2011 bis 2015 Universitätsassistentin Praedoc an der Universität Wien. 2015 bis 2016 hat sie als österreichische Regierungsstipendiatin (Marietta Blau) einen Rechercheaufenthalt an der Französischen Nationalbibliothek absolviert. 2016 war sie Lehrbeauftragte der Universität Paris VIII – Vincennes Saint Denis, seit 2017 ist sie Lehrbeauftragte an der École supérieure d’art dramatique (ESAD) in Paris. Seit 2017 ist sie Projektmitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern und forscht im Rahmen des SNF-Projekts „Offene Manipulation. Figurentheater als Movens spartenübergreifender Theater-, Tanz- und Musiktheaterforschung“ zur Ausbildung im Figurentheater.

"Passion espagnole. Traces du Siglo de oro dans le théâtre de Charles Dullin, Jacques Copeau et Albert Camus", in: Albert Camus et le Siècle d'or espagnol. Revue d'histoire du théâtre, Nr. 280, 4/2018, S. 25-40.

„«Suis grotesque, trop de gestes». La nostalgie du geste pur ou le japonisme chez le mime Farina“, in: Penser l'art du geste en résonance entre les arts et les cultures. Hg. v. Véronique Alexandre Journeau. Paris: L'Harmattan, S. 207-219.

„«Le fantôme blanc comme une page pas encore écrite»“. Pierrots und Körperhalbwissen in der französischen Pantomime um 1900“, in: Erinnern – Erzählen – Erkennen. Vom Wissen kultureller Praktiken. Hg. v. Ronja Flick, Maria Koch, Ingo Rekatzky. Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung, Bd. 6, Leipzig, Leipziger Universitätsverlag, S. 338-353.

„Große Erzählungen auf der Theatercouch. Mahabharata von Marjolijn van Heemstra“. In: itw : im dialog – Arbeitsweisen im Gegenwartstheater. Hg. v. Beate Hochholdinger-Reiterer, Mathias Bremgartner, Christina Kleiser, Géraldine Boesch. Berlin: Alexander Verlag 2015, S. 35-41.

„Wenn alle Stricke reißen, hänge ich mich auf. Komödiantischer Suizid in Stummfilmgroteske und Pantomime um 1900“. In: Escape! Strategien des Entkommens. Open-Access-Publikation zur Forschungstagung des tfm-Instituts, Universität Wien, 2.-4. Mai 2013. Hg. v. Nicole Kandioler, Ulrich Meurer, Vrääth Öhner, Andrea Seier. Wien 2015. [http://escape.univie.ac.at/wenn-alle-stricke-reissen-haenge-ich-mich-auf/]

„Mit/geteilte Körper. Zur populärkulturellen Ausstellungspraxis im 19. Jahrhundert“. In: Artistenleben auf vergessenen Wegen. Eine Spurensuche in Wien. Hg. v. Birgit Peter, Robert Kaldy-Karo. Wien: Lit 2013, S. 227-246. 

„‚Ihr Chöre seid doch alle gleich! So selbstgewiss. Als würdet ihr für alle sprechen.’ Über Komik, (In-) Dividuum und Maske bei René Pollesch“. In: Auftritt Chor. Formationen des Chorischen im gegenwärtigen Theater. Maske und Kothurn. Internationale Beiträge zur Theater-, Film- und Medienwissenschaft, 58/1. Hg. v. Genia Enzelberger, Monika Meister, Stefanie Schmitt. Wien: Böhlau 2012, S. 103-114. 

Körper und Erbe in gegenwärtigen Figurentheater-Ausbildungen (Early Postdoc-Studie)

Das Postdoc-Projekt zielt auf die Erforschung gegenwärtiger Figurentheater-Ausbildungen im französisch- und deutschsprachigen Raum ab. Zwei Aspekte stehen dabei im Vordergrund, einerseits der menschliche Körper hinsichtlich Körperkonzept, -training, -einsatzweisen sowie der Verhältnisse zwischen Figurenspielerkörper und Figurenkörper, und andererseits der Umgang mit direktem oder indirektem Erbe, welche die heutigen Ausbildungsmethoden, die Weitergabe von Prinzipien und spezifischer Terminologien mitgestalten. Gegenwärtige Figurentheater-Ausbildungen werden in einer historischen Perspektive betrachtet. Da eine Ausbildungsstätte stets auch Ort der Erinnerung ist, werden im Rahmen des Forschungsprojekts Fragen der Aneignung, der Ablehnung und der Transformation von Körpertechniken, von Systemen und Grammatiken des Körpergebrauchs im Figurentheater im Austauschverhältnis zu Körpertheater (Mime) und Maskentheater untersucht.