Institut für Theaterwissenschaft

Team

M.A. Angela Koerfer-Bürger

Projektmitarbeiterin / Doktorandin

E-Mail
angela.buerger@hkb.bfh.ch
Büro
Büro 193, 1.Stock
Postadresse
Universität Bern
Institut für Theaterwissenschaft
Mittelstrasse 43
3012 Bern

Regisseurin und Dozentin für experimentelles Musiktheater, Théâtre musical, Junge Oper. Diplom an der Bayerischen Theaterakademie München und MA Master of research in the arts am ITW der Universität Bern 2015. Seit 2001 professionell an der Hochschule der Künste Bern tätig. Leiterin des Studiengangs Théâtre Musical 2004 – 2010, Musiktheatervermittlung für die Junge Oper Biel 2011 – 2014 und Engagement am Opernhaus Zürich 2016-17. Musiktheaterinszenierungen von W. A. Mozart, V. Dinescu, I. Strawinski, A. Dvorak, A. Schnittke, H. W. Henze in Deutschland, Schweiz, Luxemburg und Rumänien. Konzepte und Uraufführungen: HerzMaere. Ein Tristan-Mythos (2010) am Lucerne Festival, Ces balles magiques (2012) am Stadttheater Biel, Dramaturgie zur Sprechoper Kein Licht (2013) von E. Jelinek am dramaGRAZ und Musikfestival Bern, Konzept und Regie zu Amour et Exil (2014) von Giorgio Tedde mit dem Sinfonieorchester Biel im Museum Centre Pasquart Biel. Szenische Leitung der HKB-Uraufführung Angelus Novus II von Helmut Oehring Dampfzentrale Bern 2015. Ko-Regie zu Kleiner Freischütz an der Studiobühne am Opernhaus Zürich 2016, Neufassung Geschichten erzählen mit Zauberflöte 2017, Bühnenbild zu Chinesische Nachtigall mit Musik von I. Strawinski.

Imaginierte Figurenkörper im zeitgenössischen Musiktheater

Die Dissertation ist Teil des vom SNF seit 2017 geförderten Forschungsverbundes "Offene Manipulation als Movens für Figurentheater im zeitgenössischen Theater". Der Schwerpunkt dieses Teilprojektes ist die Erforschung von neuen Wahrnehmungsperspektiven des zeitgenössischen Musiktheaters. 

Inhalt und Methodik:
Durch zeitliche Überlagerung der Erzählebenen und räumliche Fragmentierungen des Bühnenraums wird im Figurentheater mit live singenden und gleichzeitig live animierten Figuren die Wahrnehmung der Zuschauenden besonders stimuliert. Eine linear-chronologische Aufführungsanalyse reicht nicht mehr aus, um dem Phänomen der kombinierten Genres gerecht zu werden. Daher wird eine neue Methode entwickelt, die sich neurowissenschaftlicher Erkenntnisse des episodischen Erinnerns sowie des projizierenden Erlebens für die theaterwissenschaftliche Aufführungsanalyse zunutze macht. Drei Genrekombinationen stehen dabei im Fokus: Musiktheater mit gleichwertig eingesetztem Puppentheater, Musiktheater durch reduzierte puppenhafte Ästhetik, sowie musikalisches Figurentheater, in dem Puppen durch Musikalisierung im Vordergrund stehen.