itw : im dialog Forschungen zum Gegenwartstheater

Leitung: Prof. Dr. Beate Hochholdinger-Reiterer

Was ist „itw : im dialog“?

„itw :  im dialog“ widmet sich den Ästhetiken, Tendenzen und Themen des Gegenwartstheaters und will ein transdisziplinäres Diskussions- und Forschungsnetzwerk etablieren. In enger Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur SGTK und dem Theaterfestival AUAWIRLEBEN lädt das Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern zum Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und interessierter Öffentlichkeit ein (siehe zu unserem Auftaktsymposium 2014 den Trailer „itw : im dialog – Arbeitsweisen im Gegenwartstheater“ auf http://vimeo.com/101242736).
Als gesellschaftliche Instanz der Vermittlung führt „itw : im dialog“ die verschiedenen AkteurInnen in Wissenschaft, Ausbildung und Praxis zusammen, die in Bern für eine schweizweit einzigartige Verdichtung der Beschäftigung mit Theater sorgen: das Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern, die Schweizerische Theatersammlung, Konzert Theater Bern, die Freie Szene, die Hochschule der Künste Bern sowie das Theaterfestival AUAWIRLEBEN. Mit „itw : im dialog“ präsentiert sich Bern als zentraler Kommunikationsort, an dem internationales Gegenwartstheater stattfindet und reflektiert wird.
Das Projekt setzt die besondere Position von Gegenwartstheater als Ort der unmittelbaren Konfrontation mit gesellschaftlichen Fragen zentral und widmet sich ihrer Problematisierung. „itw : im dialog“ will wissenschaftliche Forschungsarbeit und ihre gesellschaftliche Relevanz über den akademischen Kontext hinaus sichtbar machen und versteht sich dezidiert auch als Plattform zur Nachwuchsförderung. In der direkten Interaktion zwischen AkteurInnen und Publikum wird Gegenwartstheater zum Gegenstand der transdisziplinären Annäherung.

Aktuell

Die vierte Ausgabe von itw : im dialog beschäftigt sich mit der Frage: „Festivals als Innovationsmotor?“

Festivals erscheinen vor dem Hintergrund der institutionellen Veränderungen als ‘Innovationsmotor’ in der zeitgenössischen Theaterlandschaft. Doch wie lässt sich das Konzept ‘Innovation’ in Bezug auf zeitgenössische Theaterfestivals produktiv diskutieren und wo sind seine Grenzen? Inwiefern bieten Festivals einzigartige Möglichkeitsräume für inhaltliche, formale und ästhetische Experimente? Wie verändern sich konkrete Arbeits- und Produktionsweisen im Kontext von Festivals? Worin können hierbei Chancen und Gefahren bestehen? Wie positioniert sich die Kulturförderung?

Diesen Fragen widmet sich vom 13.-18. Mai 2019 ein internationaler Doktorierenden-Workshop am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern. Zusätzlich findet im Rahmen von AUAWIRLEBEN Theaterfestival Bern, dem Kooperationspartner von itw : im dialog, am Freitag, 17.5.2019, von 16 bis 18 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Festivals als Innovationsmotor?“ statt. Unter der bewährten Moderation von Dagmar Walser (Theaterkritikerin und Redakteurin bei SRF 2 Kultur) werden Franziska Burkhardt (Leiterin Kultur Stadt Bern), Alexandra Portmann (Theaterwissenschaftlerin LMU München und ITW Bern) und Marc Streit (Tanzhaus Zürich, Festival zürich moves!) den Fragen nach dem komplexen Wechselverhältnis zwischen Festivals und institutionellem Wandel nachgehen.